Geld & Steuern
Sperrkonto
Ein Sperrkonto ist ein deutsches Bankkonto als Finanzierungsnachweis für das Studentenvisum. 2026 müssen Studierende 992 Euro pro Monat des geplanten Aufenthalts hinterlegen, 11.904 Euro für ein Jahr, und können nach der Ankunft nur den Monatsbetrag abheben.
Das Sperrkonto ist der Standard-Finanzierungsnachweis für deutsche Studentenvisa. Du zahlst den geforderten Gesamtbetrag vor dem Visumstermin ein; nach der Ankunft gibt das Konto höchstens den festen Monatsbetrag frei, daher der Name. Für zugelassene Studierende gilt 2026 ein Satz von 992 Euro pro Monat, ein Zwölf-Monats-Visum erfordert also 11.904 Euro. Andere Visumzwecke wie Sprachkurse oder die Chancenkarte haben abweichende Monatssätze.
Sperrkonten bieten spezialisierte Anbieter (Expatrio, Fintiba, Coracle) und einige Banken an. Die meisten eröffnen das Konto online aus dem Heimatland, überweisen die Einlage plus Gebührenpuffer und erhalten eine Sperrbestätigung für die Botschaft. Nach der Ankunft kombinierst du es mit einem normalen Girokonto, auf dem die monatliche Auszahlung landet.
Was das für Werkstudenten bedeutet
Es gibt Alternativen zum Sperrkonto: eine Verpflichtungserklärung eines Sponsors, ein Stipendium in Höhe des Satzes oder bei manchen Botschaften der Einkommensnachweis der Eltern. Mit einem Werkstudentenjob ergänzt dein Gehalt die monatliche Auszahlung; die Sperrkonto-Anforderung bei der Verlängerung sinkt aber nur, wenn du regelmäßiges Einkommen nachweist. Vergleiche die Anbietergebühren vor der Eröffnung; Einrichtungs- und Monatsgebühren unterscheiden sich deutlich.