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Geld & Steuern

Brutto / Netto

Brutto ist das Gehalt vor Abzügen; Netto ist, was nach Lohnsteuer und Sozialabgaben auf dem Konto ankommt. Bei Werkstudenten ist die Lücke klein: Von 1.200 Euro brutto bleiben typischerweise rund 1.088 Euro, etwa 91 %, dank Werkstudentenprivileg.

Jede Gehaltsdiskussion in Deutschland läuft in Brutto: Stellenanzeigen, Verträge und Verhandlungen nennen Bruttobeträge. Vom Brutto zieht der Arbeitgeber Lohnsteuer (je nach Steuerklasse und Höhe), gegebenenfalls Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag sowie den Arbeitnehmeranteil der Sozialversicherung ab. Was bleibt, ist das Netto, die tatsächliche Überweisung.

Bei regulären Vollzeitkräften liegt das Netto oft bei 60 bis 70 % des Brutto. Das genaue Verhältnis hängt von Gehaltshöhe, Steuerklasse, Kirchenmitgliedschaft und Zusatzbeitrag der Krankenkasse ab, weshalb zwei Kollegen mit gleichem Brutto unterschiedlich viel mitnehmen können.

Was das für Werkstudenten bedeutet

Werkstudenten behalten einen ungewöhnlich hohen Anteil vom Brutto: Unter etwa 1.300 Euro im Monat fällt in Klasse I keine Lohnsteuer an, und das Werkstudentenprivileg begrenzt die Sozialabzüge auf 9,3 % Rente. Ein Angebot über 15 Euro pro Stunde ist also fast 13,60 Euro in deiner Tasche wert. Verhandle wie alle in Brutto, aber jage die Zahlen vor dem Angebotsvergleich durch einen Brutto-Netto-Rechner, besonders gegen Minijobs oder Freelance-Sätze, wo die Abzugslogik völlig anders ist.

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