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Preisvergleich

Was kostet eine Stellenanzeige in Deutschland?

Zuletzt aktualisiert:

Eine einzelne Stellenanzeige auf einer großen deutschen Jobbörse kostet 2026 zwischen rund 920 und 1.450 Euro für 30 Tage. Studentische Nischenbörsen liegen bei 79 bis 249 Euro. Kostenlos inserieren können Sie bei der Bundesagentur für Arbeit, bei Indeed mit drei Anzeigen pro Monat und bei LinkedIn für 14 Tage.

Preise im Überblick

PlattformPreis für eine AnzeigeLaufzeitQuelle
workingstudentjobs.de79 Euro, 3er-Paket 159 Euro, 249 Euro bis besetzt (inkl. MwSt.)30 Tage, bis besetzt max. 6 MonateEigene Preisliste
Unicum Karrierezentrum98 Euro für Werkstudent, Minijob, Praktikum und Ausbildung (zzgl. MwSt.)30 Tage, 240 Euro für 90 TageAnbieterpreisliste
IndeedKein Listenpreis, Sponsored Jobs laufen über ein AuktionsbudgetKostenlose Anzeige bis 30 TageAnbieterseite
Stellenanzeigen.de1.230 Euro netto für die gestaltete Anzeige, 920 Euro netto bei Selbsteingabe30 Tage, bis 365 Tage buchbarAnbieterpreisliste
StepStoneRund 1.449 Euro netto für die Stufe Pro, rund 219 Euro für Pro Campus30 TageVon Dritten berichtet, von StepStone nicht öffentlich bestätigt
AbsolventaPremium Praktikum ab rund 175 EuroNach PaketVon Dritten berichtet, Preisseite ist eine Mediadaten-Anfrage
JobwareNicht öffentlich ausgewiesen, Buchung über ein externes Portal30 TageAnbieterseite ohne Preisangabe
meinestadt.deNicht öffentlich ausgewiesen, Preis erscheint erst im Bestellvorgang30 bis 60 TageAnbieterseite ohne Preisangabe
LinkedInKostenlose Anzeige 0 Euro, Promoted Jobs über Tagesbudget im AuktionsverfahrenKostenlose Anzeige bis 14 TageAnbieterseite
Bundesagentur für Arbeit0 EuroUnbegrenzt nach BedarfAnbieterseite

Stand 22. September 2026. Netto- und Bruttoangaben folgen der jeweiligen Anbieterdarstellung. Zeilen mit dem Hinweis auf Dritte sind nicht vom Anbieter selbst bestätigt und können abweichen.

Warum manche Preise fehlen

StepStone, Jobware und meinestadt.de veröffentlichen keinen belastbaren Einzelpreis, sondern führen über ein Angebotsformular oder einen Bestellvorgang. Wir tragen an dieser Stelle lieber eine Lücke ein, als eine Zahl aus zweiter Hand als Tatsache auszugeben.

Wo Sie kostenlos inserieren können

  • Bundesagentur für Arbeit: dauerhaft kostenlos als gesetzliche Vermittlungsleistung, benötigt ein Arbeitgeberkonto. Die Nutzung durch Studierende ist allerdings gering.
  • Indeed: drei kostenlose Anzeigen pro Monat, jeweils bis zu 30 Tage sichtbar. Einzelne Berufsgruppen sind davon ausgenommen und nur als Sponsored Job buchbar.
  • LinkedIn: eine kostenlose Anzeige bleibt bis zu 14 Tage aktiv und pausiert danach automatisch, solange sie nicht beworben wird.
  • Absolventa und Jobmensa: jeweils bis zu drei kostenlose Anzeigen, danach kostenpflichtig oder auf Anfrage.
  • Studentjob.de: eine kostenlose Anzeige, die ersten drei Bewerbungen sind inklusive.
  • Career Center der Hochschulen: in der Regel kostenlos, dafür pro Hochschule ein eigenes Konto und ein eigener Pflegeaufwand.

Kostenlose Anzeigen sind für eine Werkstudentenstelle ein brauchbarer Startpunkt und selten ausreichend. Sie stehen ohne Platzierungsvorteil zwischen Tausenden anderen Anzeigen, und bei LinkedIn läuft die Sichtbarkeit nach zwei Wochen aus, also genau dann, wenn die Stelle erst anfängt, Bewerbungen zu sammeln.

Warum die großen Börsen so viel verlangen

Die Preise von rund 1.200 bis 1.500 Euro sind für Vollzeitstellen mit Fachkräftemangel kalkuliert, nicht für eine Werkstudentenstelle mit 20 Wochenstunden. Der Preis bezahlt Reichweite über Partnernetzwerke mit mehreren hundert angeschlossenen Portalen, eine Qualitätsprüfung der Anzeige und einen Ansprechpartner im Vertrieb.

Für eine Werkstudentenstelle mit rund 1.500 Euro monatlichen Gesamtkosten steht dieser Preis in keinem Verhältnis: Die Anzeige kostet ungefähr so viel wie der erste Beschäftigungsmonat. Genau deshalb führt Unicum Werkstudent, Minijob und Praktikum in einer eigenen günstigen Stufe zu 98 Euro, deutlich getrennt von 438 Euro für Berufserfahrene. Die Preisdifferenz der Anbieter bildet die Zahlungsbereitschaft der Zielgruppe ab, nicht den Aufwand.

Reichweite ist nicht dasselbe wie passende Reichweite

Eine Anzeige auf 700 Partnerportalen erreicht überwiegend Menschen, die keine Werkstudentenstelle suchen. Für eine studentische Rolle ist die Trefferquote einer spezialisierten Börse wichtiger als die absolute Reichweite eines Generalisten.

Die Zahl, die zählt: Kosten pro Einstellung

Der Anzeigenpreis ist der kleinere Teil Ihrer Einstellungskosten. Die am häufigsten zitierte Untersuchung zu Einstellungskosten in Deutschland, ein IZA-Diskussionspapier von Muehlemann, kommt auf rund 4.700 Euro pro Einstellung, wovon etwa ein Drittel auf die Personalsuche und zwei Drittel auf Einarbeitung entfallen. Diese Studie stammt aus dem Jahr 2013, wird aber bis heute als Referenz verwendet, weil eine vergleichbar sauber erhobene neuere Zahl fehlt.

  • Rechnen Sie die Arbeitszeit Ihrer eigenen Leute mit: Anzeige schreiben, Bewerbungen sichten, Gespräche führen, absagen. Bei 40 Bewerbungen und 20 Minuten pro Fall sind das mehr als 13 Arbeitsstunden.
  • Rechnen Sie die Kosten der unbesetzten Stelle mit, also die Arbeit, die in der Zwischenzeit liegen bleibt oder von Teuereren erledigt wird.
  • Teilen Sie den Anzeigenpreis durch die Zahl der brauchbaren Bewerbungen, nicht durch die Gesamtzahl. Eine Anzeige für 79 Euro mit fünf passenden Bewerbungen schlägt eine für 1.230 Euro mit zwanzig unpassenden.

Die praktische Konsequenz: Testen Sie zuerst den günstigen spezialisierten Kanal und messen Sie die Zahl der geeigneten Bewerbungen. Erst wenn dieser Kanal nachweislich zu wenig liefert, rechtfertigt sich der Sprung auf einen Generalisten zum zehnfachen Preis.

Welche Option zu welchem Fall passt

  1. 1

    Eine Werkstudenten- oder Praktikumsstelle

    Spezialisierte studentische Jobbörse für 79 bis 249 Euro, ergänzt um die kostenlose Anzeige bei der Bundesagentur und das eigene Netzwerk.

  2. 2

    Mehrere studentische Stellen im Jahr

    Ein Anzeigenpaket senkt den Stückpreis spürbar. Unser 3er-Paket liegt bei 159 Euro, also 53 Euro pro Anzeige.

  3. 3

    Eine schwer besetzbare Fachkraftstelle in Vollzeit

    Hier rechtfertigt sich der Generalist mit 1.200 bis 1.500 Euro, weil Reichweite tatsächlich der Engpass ist.

  4. 4

    Dauerhaft hohes Einstellungsvolumen

    Ein Jahresvertrag oder ein Abonnement ist dann günstiger als Einzelanzeigen. Diese Angebote werden individuell kalkuliert.

79 Euro statt 1.230 Euro

Eine Werkstudentenstelle braucht kein Budget für eine Vollzeitanzeige. Schalten Sie sie dort, wo ausschließlich Studierende suchen.

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